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Das zweite Community-Wochenende der Runde 2 in Rostock

Nachdem sich die Teilnehmenden der Runde II am 1. Community-Wochenende in Bamberg kennenlernen konnten, waren wir dieses Mal gemeinsam in Rostock! 😍

Der Freitag begann mit einem Stadtfrundgang zur Pogromnacht 1992 in

Rostock-Lichtenhagen. In den 70er Jahren galt der Stadtteil

Lichtenhagen als „the place to be“: Wohnungen mit modernen Bädern, nur 20 Minuten vom Stadtzentrum und 5 Minuten vom Strand entfernt. Während der Führung diskutierten wir über die Wahrnehmung der DDR, die Herausforderungen der Wiedervereinigung und die schockierenden Ereignisse der Pogromnacht 1992. Besonders bewegend waren die Ausführungen über das so genannte Sonnenblumenhaus, das später als Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge diente. Die Ereignisse während des Pogroms in Lichtenhagen bleiben eine Mahnung, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen und sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren. Danke an Soziale Bildung e.V. für die wichtige Arbeit, wir konnten viel dazu lernen!

Wir hatten ein volles Programm an diesem Wochenende. Los ging es am frühen Samstagmorgen mit einem spannenden Workshop von Georg Blokus und Julia Sujin Noël (European School of Alternatives und School of Political Hope) zum Thema “Politisches Storytelling und Rhetorik”. Die Teilnehmenden lernten, ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse als Ressource zu nutzen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie persönliche Geschichten und die damit verbundenen Gefühle aktiv und produktiv genutzt werden können. Denn: “Wenn du deine Geschichte nicht erzählst, erzählt sie ein anderer” (Georg Blokus).

 

 

Außerdem hatten wir Besuch von Reem Alabali-Radovan, Beauftragten der Bundes­regierung für Migration, Flücht­linge und Integration, zugleich Beauftragten der Bundes­regierung für Antirassismus. Nach der Gelegenheit für ein tolles Gruppenfoto (und vielleicht auch ein paar Instagram Stories und BeReals🤭) hatten wir Zeit für eine Austauschrunde zu Rhetorik in der politischen Praxis. Die Staatsministerin machte deutlich, dass Vielfalt im Bundestag allein nicht ausreicht, wenn keine Taten folgen.

Passend zum Workshop hatte sie auch noch ein paar Tipps für uns:

  • Das Sprechen vor Publikum ist eine Frage der Übung. Obwohl sie sich das früher kaum vorstellen konnte, betonte sie, dass man sich daran gewöhnen kann.
  • Authentisch zu bleiben und das Setting sowie das Publikum zu berücksichtigen, ist wichtig.
  • Keine Angst vor Fragen zu haben, sich gut vorzubereiten und ehrlich zu sein, auch wenn man keine gefestigte Meinung hat.

Der Besuch der Staatsministerin wurde auch von einem Team des NDR begleitet. Demnächst wird dort

ein kleiner Beitrag über das Projekt zu sehen sein! Bleibt gespannt!

Ganz wichtig an einem solchen Wochenende sind natürlich auch die Abende, an denen alle Zeit miteinander verbringen, leckeres Essen genießen und sich in lockerer Runde austauschen können.

Am Sonntagmorgen ging es dann mit dem Workshop weiter. Hier konnten die Teilnehmenden das theoretische Wissen vom Samstag in die Praxis umsetzen und ihre eigene Geschichte in Videoformaten erzählen. Es entstanden viele spannende und bewegende Videos.

Leider war es dann auch schon wieder Zeit für Abschied. Das Wochenende war einfach toll! Die Teilnehmenden hatten reichlich Gelegenheit, sich zu vernetzen und auszutauschen. Die Atmosphäre war sehr motivierend und hat bei uns allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Community-Wochenende in Berlin vom 13. bis 15. September! Wir können es kaum erwarten, das nächste Kapitel dieser spannenden Reise zu erleben.

Noch mehr Content vom ersten Community Wochenende gibt es auf unserem Insta-Kanal (@youngup.bzi):

 

 

 

 

 

 

 

Mehr Eindrücke gibt es hier☝️                                                Und hier mehr Infos zu Rostock-Lichtenhagen